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Elvis in Deutschland

Elvis als G.I. bei der Armee, in dieser Zeit geschahen Dinge, welche Elvis Leben sehr beeinflussen sollten...

Elvis A. Presley ging am 24. März 1958 mit der Nummer US53310761 zur Armee. Eigentlich musste er schon drei Monate früher zur Armee, jedoch musste Elvis für die Filmfirma Paramount Pictures seinen vierten Film, "King Creole" zu Ende drehen und beantragte daher eine Verschiebung seiner Einberufung, welche auch angenommen wurde.

Stationiert wurde Elvis zuerst in Fort Chaffee, Arkansas. Er leistete seine 8 Wochen Grundausbildung in Fort Hood Texas ab, leider wurde währenddessen der Gesundheitszustand von Gladys zunehmend schlechter. Für sie war Elvis Zeit in der Armee die bisher schlimmste Zeit ihres Lebens. Schließlich wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Am 14. August 1958 starb Gladys Love Presley im Alter von nur 46 Jahren, der ein sehr großer Verlust für Elvis bedeutete, über den er nie hinwegkommen sollte.

Am 22. September 1958, nach der letzten Pressekonferenz in New York wurde Elvis auf dem Truppentransporter "USS General Randal" zusammen mit 1170 anderen Soldaten nach Bremerhaven verschifft.

Genau am 1. Oktober 1958 wurde Elvis mit einem Schiff (die USS General Randall) nach Deutschland versetzt. Auf der Überfahrt lernte Elvis Charles Franklin Hodge kennen, sie wurden später sehr gute Freunde. Um kurz vor 9Uhr morgens legte die USS General Randall in Bremerhaven an, wo Elvis von über 1000 Fans empfangen wurde. Per Zug ging Elvis 350km Reise bis in die frühen Abendstunden weiter nach Friedberg, das zu Haus des 32. Batallions der 3. amerikanischen Panzerdivision bei Bad Nauheim in Hessen. Dort angekommen, wurde Elvis von der Kompanie D des 1. mittleren Panzerbatallions der 3. Panzerdivision aufgenommen. Am Abend bezog Elvis sein zugewiesenes Bett Nr. 13 in der Baracke 3707. Hier verbrachte Elvis für die nächsten 30 Tage die Nächte, denn nach dieser Zeit wurde Elvis- wie jedem anderen Soldaten mit Angehörigen in der Nähe die Möglichkeit geboten dort zu wohnen. Einen Tag später gab Elvis um 10Uhr Morgens seine erste Pressekonferenz in Deutschland, in der Kantine der "Ray Barracks" vor über 100 Reportern.

Natürlich zogen Vernon Presley, Elvis Großmutter Minnie Mae, die beiden Leibwächter und Freunde Red West und Lamar Fike für diese Zeit auch nach Deutschland, um Elvis nahe zu sein.

Elvis, seine Familie und sein Gefolge wechselten anfangs mehrmals das Hotel, zuerst wohnten sie in "Ritter´s Park Hotel" in Bad Homburg, im Park Hotel in Bad Nauheim, und zum Schluss im Hotel Grunewald in der Terrassenstraße 10 in Bad Nauheim. Erst im folgenden Jahr zog Elvis ein letztes mal um, in ein zweigeschossiges Haus in der Goethestr. 14.

Genau am 23. Oktober 1958 wurde Elvis von Arnulf Stenger (Chef der Rhein/Main Hallen) zu einen Bill Haley Konzert nach Wiesbaden eingeladen und nahm dieses auch an. Am 24. Oktober besuchte Elvis ein weiteres Bill Haley Konzert Backstage in Frankfurt. Die Zeitschrift Bravo verfolgt Elvis Aufenthalt in Deutschland eifrig und berichtet regelmäßig, am 26. Oktober ist Elvis auf der rot hinterlegten Titelseite der Bravo Nr. 46 mit Stahlhelm zu sehen. Elvis besuchte am 29. Oktober ein weiteres Mal Backstage im
Mannheimer "UfA-Filmpalast" ein Bill Haley Konzert.

Am Montag, den 3. November 1958 zogen mehrere Einheiten der D-Kompanie aus den Ray Barracks ins Manöver nach Grafenwöhr, darunter auch Elvis. Das Manöver dauerte bis zum 20. Dezember. Wärend des Manövers wurde Elvis zum Gefreiten ("Private First Class") befördert und erhielt zurück in Friedberg für gute Leistungen 3 Tage Sonderurlaub. Ebenfalls im Dezember besuchte Elvis Holiday On Ice" in Frankfurt.

Den Jahreswechsel durfte Elvis, wie er es sich schon lange wünschte, im Schnee verbringen.

Am 16. Januar des frischen Jahres 1959 fand in der Wartturm Kaserne Friedberg eine Blutspendenaktion statt, an der Elvis teilnahm. Ebenfalls im Januar wurde Elvis vom "Confidential Magazins" zu einem Fototermin nach Frankfurt eingeladen. Dort begegnete er zum ersten Mal der damals 18-jährigen Vera Tschechowa. Die beiden kamen sich rasch näher und besuchten gemeinsam den Frankfurter Zoo.

Im nächsten Monat zog der Presley-Clan in die Goethestraße 14 bei Frau Pieper, welche während dieser Zeit unter dem Dach wohnen blieb und angeblich 3000DM Miete verlangt. In den nächsten Wochen entstanden sehr schöne Aufnehmen von Elvis in Bad Nauheim, wie zum Beispiel das bekannte Bild mit Elvis auf der USA Brücke, Elvis im Bad Nauheimer Park mit einem Schäferhund und Elvis am "Bad Nauheimer Burgtor" (Burgpforte), welches das Titelbild für die Platte "A Big Hunk O´ Love" wurde.

Am 3. März besucht Elvis zusammen mit Red West und Lamar Fike Vera Tschechowa in München. Gemeinsam besuchten Elvis und Vera Tschechowa die Bavaria Filmstudios. Danach haben sie eine Bootsfahrt auf dem Starnberger See unternommen. Gleich am nächsten Tag mietete sich Elvis mit Gefolge im Hotel Edelweiß ein. Am Nachmittag gingen Elvis und Vera ins Kino und schauten sich zwei Filme an. Die Nacht verbrachten alle zusammen im "Moulin Rouge". Am nächsten Morgen trat Elvis die Heimreise nach Bad Nauheim an. Einige Tage später, am 26. März verunglückte Elvis Vater zusammen mit der Sekretärin Elisabeth Stefaniak, welche kurzzeitig in das Bad Nauheimer Hochwald-Krankenhaus eingeliefert wurde, auf der Autobahn in der Nähe von Bad Nauheim.

Zum 18-jährigen Bestehens der 3. amerikanischen Panzerdivision fand in den Ray Barracks am 12. April ein Tag der offenen Tür statt. Zwei Tage später wurde Elvis mit weiteren neun Männern nach Steinfurth in der Nähe von Bad Nauheim, mit dem Auftrag ein Ehrenmal für gefallene Soldaten von der Kirche zum Friedhof zu versetzen, abkommandiert.

Der Leibwächter Red West musste auf Wunsch von Elvis Deutschland am 04. Mai vorzeitig verlassen, weil er für zu viele negative Schlagzeilen gesorgt hatte.

Am 01 Juni wurde Elvis zum "Specialist 4th Class" befördert. Drei Tage später wurde Elvis in das 97. General-Hospital in Frankfurt eingeliefert und dort wegen einer Mandelentzündung behandelt. Nach Elvis Genesung machte er direkt aus Frankfurt sich zusammen mit Charle Hodge, Lamar Fike und Rex Mansfield per Zug auf die Reise nach München. Dort besuchten sie ein weiteres mal "Moulin Rouge". Am 15. Juni ging die Reise weiter nach Paris, wo sie das Nachtleben zum Beispiel mit einen Besuch im "Lido" genossen. Hier traf auch Elvis eine der Kessler-Zwillinge. Zurück nach Bad Nauheim ging es am 27. Juni -per Taxi.

Am 13. September besuchte Priscilla Beaulieu, die (Stief)Tochter des Luftwaffenmajor Joseph Paul Beaulieu Elvis in der Goethestraße 14. Hierzu kam es, weil ein gewisser Currie Grant Priscilla im "Eagle Club" kennen gelernt hatte und sie fragte, ob sie nicht einmal Elvis treffen möchte.

Zu Weihnachten gab Elvis in der Goethestraße 14 eine Weihnachts-Party. Unter den Gästen war Priscilla Beaulieu und Vernons Freundin Davada (Dee) Stanley, was Elvis sehr missbilligte, da sie verheiratet war und drei Kinder hatte.

Elvis nahm am 05. Januar 1960 bis zum 17. Januar seinen letzten Urlaub und verbrachte diesen zum Teil wieder in Paris, wo Elvis Tetsuji Murakami traf und von ihm in Karate unterrichtet wurde.

Am 20. Januar wurde Elvis zum Acting Sergeant befördert.

Ende Januar fand das Wintermanöver "Operation Snowshield" vom Schwarzwald bis zur Schweizer Grenze statt.

Am 11. Februar des Jahres 1960 wurde Elvis Presley zum Sergeant befördert.

Das Ende von Elvis Armeezeit in Deutschland war am 2. März 1960 gekommen. Etwa gegen 17.00Uhr startete auf der "Military Air Base" in Frankfurt die 4-Motorige Maschine Richtung USA, nach einer Zwischenlandung in Schottland betrat Elvis am 3. März wieder amerikanischen Boden. Elvis Entlassung aus der Armee fand in Fort Dix (New Jersey) am 05. März statt.

Während der Pressekonferenz, die er kurz nach der Landung gab, teilte Colonel Parker der Presse mit, dass sein Schützling im Jahre 1959 zwar 1,9 Millionen Dollar verdient, aber 91 % Steuern an den Staat entrichtet habe. Frank Sinatra empfing Elvis mit der Fernsehshow "Welcome Home, Elvis" (rund 6 minütiger Auftritt), die ein großer Erfolg wurde.

Allerdings war die Musikwelt nicht mehr so wie zuvor: Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Bopper kamen bei einen Flugzeugabsturz zu Tode und Jerry Lee Lewis Karriere schien auch zu Ende, weil er seine damals dreizehnjährige Cousine heiratete.

Elvis Kariere hatte dank Colonel Parker keinen Schaden genommen, der King war zurück!
 

 

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